HealthTelKon

HealthTelKon

HealthTelKon ist eine telemedizinische Lösung, die es Fachwendern ermöglicht, sich räumlich verteilt über eine Internetverbindung zu schweren Behandlungsfällen auszutauschen. Die Kommunikation kann synchron über ein Online-Konferenzsystem oder asynchron über ein Aktensystem auf Basis der Elektronischen FallAkte erfolgen. Die Nutzung der EFA-Funktionalität ermöglicht die direkte Integration in die bestehende Systemlandschaft. Der gesamte Prozess der Planung, Vorbereitung und Durchführung von Tumorkonferenzen kann sowohl im Krankenhausinformationssystem oder über einen Web-Client bei einem niedergelassenen Arzt gesteuert werden.

Funktionsumfang

HealthTelKon bietet folgenden Funktionsumfang:

  • Registrierung und Authentifizierung
  • Verwaltung des Benutzerprofils
  • Verwaltung von Konferenzen
  • Verwaltung von Konferenzterminen
  • Verwaltung und Hinzufügen von Patienten zu Konferenzterminen
  • Anlage einer EFA-basierten Konferenzakte, um einen Patienten vorzuschlagen
  • Einstellen von Konferenztermin-relevanten Dokumentationen in die Konferenzakte
  • Verwalten und Hinzufügen von Teilnehmern zu Konferenzterminen
  • Bearbeiten von Teilnahmeanfragen
  • Durchführen von Konferenzen
  • Dokumentation der Konferenz sowie Generieren eines Konferenzprotokolls
  • Synchrone Kommunikation durch Integration eines Online-Konferenzsystems

Beispiel-Szenario

Mehrere überregional tätige Onkologen treffen sich regelmäßig zu einer Tumor-Konferenz. Auch der Onkologe Herr Müller nimmt in der Rolle des Konferenzmanagers regelmäßig an der Konferenz teil. In der Rolle des Konferenzmanagers übernimmt Herr Müller die Leitung der Konferenz.

Zur Unterstützung der Konferenz wird die telemedizinische Lösung »HealthTelKon« genutzt, die sowohl synchrone Kommunikation über ein Online-Konferenzsystem, als auch asynchrone Kommunikation über ein Aktensystem basierend auf EFA ermöglicht. Durch Nutzung von Zertifikaten, Login und Passwort für die Authentifizierung sowie Verschlüsselung der Daten wird sichergestellt, dass nur befugte Personen Zugriff auf sensible Daten haben.

Um eine Konferenz zu initiieren, hat Herr Müller zunächst eine Konferenz im System angelegt. Diese Konferenz gibt einen Rahmen für regelmäßig stattfindende Konferenztermine. Er gibt dabei den Fachbereich, die Zeitangaben (Zeitintervalle) sowie die initiale Teilnehmerliste an. Die Menge der teilnehmenden Ärzte kann jederzeit nach Bedarf angepasst werden. Basierend auf diesen Daten werden automatisch konkrete Konferenztermine generiert. Alle teilnehmenden Ärzte erhalten eine Erinnerung an diesen Termin und können den Termin durch Klick auf den entsprechenden Link in eigene Kalendersysteme, wie zum Beispiel den Outlook-Kalender oder aber den Terminkalender im Handy übernehmen. Frau Dr. Schneider erhält als Teilnehmerin der Konferenz eine Benachrichtigungsmail über einen anstehenden Konferenztermin.

Mit der Erinnerung an den Termin werden die Experten auch aufgefordert, Patienten vorzuschlagen. Frau Klein möchte dieser Aufforderung nachgehen. Sie kann direkt über ihr Krankenhausinformationssystem auf den Link „Patient für Konferenztermin vorschlagen“ klicken und wird nach Authentifizierung am Konferenzsystem direkt zu dem relevanten Konferenztermin weitergeleitet. Dort kann Frau Klein über entsprechende Schaltflächen ganz einfach eine Akte anlegen sowie die konferenzrelevanten Informationen ihrer Patientin für den Konferenztermin bereitstellen. Die weiteren teilnehmenden Ärzte sind berechtigt, auf die Konferenzakte von der Patientin Frau Siebert zuzugreifen und sich entsprechend vorzubereiten. Über HealthTelKon können sich alle Teilnehmer der Konferenz in die Konferenz einwählen. Herrn Müller stehen als Konferenzmanager Werkzeuge zur Verfügung, die es ihm ermöglichen, den anderen Teilnehmern Bildschirmbereiche zu zeigen, sowie über White Board Funktionen auch bestimmte Bereiche (z. B. eines Dokuments, einer Grafik) kenntlich zu machen. Er kann dabei auf die Dokumente der patientenbezogenen Akte zugreifen und diese zur Diskussion stellen. Herr Müller kann während der Konferenz auch den anderen Teilnehmern das Recht erteilen, den eigenen Bildschirm zu zeigen sowie die White Board Funktionen zu nutzen.
Die vorgeschlagenen Patienten werden der Reihe nach diskutiert. Während der Konferenz erfasst der Konferenzmanager patientenweise Therapieempfehlungen und Kommentare über ein Erfassungsformular. Nach Besprechung aller Patienten wird aus den Patientendaten (Name, Alter, Geschlecht, Diagnose, aktuelle Therapie) sowie den Therapieempfehlungen und Kommentaren ein Konferenzprotokoll erstellt. Dieses muss von allen Konferenzteilnehmern signiert werden. Therapieempfehlungen und Kommentare zu Patientenfällen gelangen in die Konferenzakte des Patienten und können nach Evaluation in das Primärsystem des verantwortlichen Arztes übernommen werden.